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Self-fulfilling Prophecy

Auf einem Tisch stehen einige Playmobil-Figuren. Eine Figur blickt nach vorne. Eine andere steht abseits. Eine dritte schaut in eine andere Richtung. Es sind nur Plastikfiguren. Trotzdem entstehen sofort Geschichten. Beobachter erkennen Muster. Sie entdecken Zusammenhänge. Sie formulieren Erwartungen.

Nach der Aufstellung beginnt etwas Interessantes. Die Figuren werden wieder eingepackt, doch die Bilder bleiben im Kopf. Wer die Figur am Rand gesehen hat, achtet plötzlich stärker auf Ausgrenzung. Wer die Figur mit freier Sicht gesehen hat, erkennt neue Chancen. Die Aufstellung endet. Die Wirkung oft nicht.

Genau hier kann eine Self-fulfilling Prophecy entstehen. Menschen handeln auf Basis dessen, was sie in der Anordnung gesehen haben. Sie treffen Entscheidungen. Sie vermeiden bestimmte Wege. Sie suchen nach Bestätigungen. Mit der Zeit entstehen Ergebnisse, die erstaunlich gut zum Bild der Aufstellung passen. Was zunächst wie eine Beobachtung wirkte, wird Teil des Handelns. Was Teil des Handelns wird, beeinflusst die Realität.

Am Ende scheint die Aufstellung recht gehabt zu haben. Die Figur am Rand bleibt am Rand. Die Figur im Mittelpunkt erhält Aufmerksamkeit. Die Geschichte erfüllt sich scheinbar selbst. Die Playmobil-Figuren haben nichts getan. Sie standen nur auf dem Tisch. Der Rest geschah danach.

Self-fulfilling Prophecy

 

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