Warum der Resilienz Trend albern ist
Resilienz ist ein großes Thema. In Büchern, in Trainings und in Gesprächen. Es geht um innere Stärke. Um die Fähigkeit, mit Druck und Krisen umzugehen. Viele Menschen finden das wichtig. Andere reagieren anders. Dazu gehören die Grenzverschieber. Sie bewegen sich ständig am Rand des Machbaren. Für sie wirkt der Resilienz Trend manchmal fast lustig. Nicht, weil er falsch ist. Sondern weil er für sie etwas beschreibt, das sie gar nicht anders kennen.
Grenzverschieber leben in einem Dauerzustand von Veränderung. Neue Projekte. Neue Risiken. Neue Unsicherheiten. Was für andere eine Ausnahmesituation ist, gehört für sie zum Alltag. Darum denken sie selten darüber nach, ob sie resilient sind. Sie funktionieren einfach so.
Wenn Resilienz Programme erklären, wie man mit Stress umgeht, hören Grenzverschieber oft etwas, das sie schon lange leben. Druck ist für sie kein Sonderfall. Er ist der Rahmen, in dem sie arbeiten. Scheitern ist kein Drama. Es ist ein normaler Schritt im Prozess.
Viele Konzepte sprechen davon, nach Krisen wieder aufzustehen. Grenzverschieber setzen sich oft gar nicht erst hin. Sie gehen direkt weiter. Für sie ist Widerstandskraft kein Ziel. Sie ist ein Nebenprodukt ihres Lebensstils.
Darum wirkt der Resilienz Trend auf sie manchmal wie ein Kurs für etwas, das sie nie bewusst gelernt haben. Sie haben es sich nicht angeeignet. Sie sind einfach hineingewachsen. Was andere trainieren, haben sie sich im Alltag angewöhnt.
So entsteht dieses leise Belächeln. Nicht aus Arroganz. Sondern aus Gewohnheit. Resilienz wird gefeiert als besondere Fähigkeit. Für Grenzverschieber ist sie oft nur der ganz normale Zustand. Etwas, das man nicht groß hinterfragt. Weil es schon immer da war.